Jan 092015
 

Es ist nicht zu fassen. Was da im Moment überall auf der Welt passiert lässt mich ziemlich ratlos zurück. Ob das in Syrien ist, in Nigeria, im Irak, in Pakistan, Afghanistan, USA oder hier in Deutschland oder Frankreich (die Liste lässt sich noch beliebig lang fortsetzen): in jeder Ecke der Welt beweisen Menschen jeden Tag, wie bescheuert man sein kann.

Deshalb habe ich beschlossen, ganz für mich privat eine neue Bewegung zu gründen: PEggI. PEggI ist natürlich eine Abkürzung und steht für „Patriotische Europäer gegen gewalttätige Idioten“. Da ich im Moment das einzige Mitglied bin, nehme ich mir die Freiheit auch gleichzeitig Vorsitzender und Sprecher der Bewegung zu sein. Aber worum geht es überhaupt?

Das Schöne am Idiotsein ist es, dass man dafür keinerlei Voraussetzungen mitbringen muss. Idiot kann man sein, ohne einer bestimmten Rasse oder Religion anzugehören, man braucht keine spezielle Herkunft, keine spezifischen politischen Interessen und man muss auch keinen besonderen Sportverein favorisieren. Es reicht ganz einfach, sich ein angeblich „hehres Ziel“ zu suchen, in dessen Namen man dann ungehemmt um sich schlagen, beißen und treten kann („und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein“). Welche Farbe dieser Deckmantel hat ist dabei völlig unerheblich, es geht schließlich nur um den Kern der Sache – die Gewalt gegen Andersdenkende.

Und das ist auch genau das, was PEggI anprangert. Ich bin sowieso ein Gegner von Gewalt, aber wenn die einzige Rechtfertigung der Gewalt dann auch noch Idiotismus ist habe ich erst recht kein Verständnis dafür. (Nicht umsonst kommt der Begriff „Idiotismus“ ursprünglich aus dem Griechischen: ἰδιώτης idiotes bedeutet „der abgesondert, für sich Lebende“. Das trifft es ziemlich gut: Idioten sind nämlich meistens Versager und nicht zu normalem gesellschaftlichem Leben fähig. Nur gemeinsam fühlen sie sich stark.)

Als Motto für PEggI habe ich ein Zitat von Oliver Wendell Holmes (1841 – 1937) ausgewählt:

„The right to swing my fist ends where the other man’s nose begins.“

„Das Recht, meine Faust zu schwingen, endet, wo die Nase des anderen Mannes beginnt.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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